Den jungen Wissenschaftlern wurden keine klaren Zielvorgaben für ihre "Forschungsarbeiten" von Himmler gegeben. Es lässt sich keine feste Zielkonzeption für das SS-Projekt Wewelsburg erkennen, was auch in der Namensnennung deutlich wird. Erst seit Herbst 1935 wird das Projekt einheitlich "SS-Schule Haus Wewelsburg" genannt.
Als Hauptschulungsleiter stellt von Knobelsdorff die späteren SS-Hauptsturmführer Walter Franzius und Karlernst Lasch ein. Während Franzius sich als Architekt bemühte und vor allem versuchte, die nationalsozialistische Weltanschauung auch im Dorf Wewelsburg zu verankern (z. B. durch den Bau des Dorfgemeinschaftshauses) arbeitete Lasch im Bereich der mittelalterlichen Geschichte und Volkskunde. Ein dritter SS-Hauptschulungsleiter, Dr. Hans Peter des Coudres, baute die "Bibliothek der Schutzstaffel in Wewelsburg" mit über 16.000 Bänden und Zeitschriften auf.
Der Paläontologe und Prähistoriker Wilhelm Jordan übernahm von Franzius die Leitung einer Hauptabteilung der Vor- und Frühgeschichte. Er legte zunächst eine umfangreiche Mineralien- und Fossiliensammlung an, die den Grundstock einer beachtenswerten geologisch-paläontologischen Abteilung bildete. Die Sammlung wurde durch selbst ergrabene Fundstücke aus der Region und vor allem um "ortsfremde Kostbarkeiten" ergänzt. Dabei handelte es sich meist um Staatsgeschenke, die Himmler zur Aufbewahrung an die Wewelsburg überwiesen hatte. Er bewies eine rege Grabungstätigkeit in der Region mit teilweise beachtlichen Erfolgen (z. B. das germanische Pfostenhaus aus der frühen römischen Kaiserzeit).

Besichtigung eines Ausgrabung Jordans durch Himmler, 1937
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