 Holzkreuz vor dem ehemaligen Tor des Konzentrationslagers, ca. 1946
 Josef Glahe: Todesgrauen im KZ
 Bronzetafel des Kreisverbandes der Verfolgten des Naziregimes
 Mahnmal auf der Kriegsgräberstätte Böddeken
| Nach 1945 hatten die Bewohner der Region die Erinnerung an die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und ihre Opfer verdrängt. Ein nach der Befreiung der letzten KZ-Häftlinge errichtetes Holzkreuz vor dem ehemaligen Lagertor brach zusammen.
Das frühe Mahnmal des Bürener Malers Josef Glahe in der "Gruft" des Nordturms der Wewelsburg aus dem Jahr 1950 wurde von der Öffentlichkeit kaum beachtet und 1973 entfernt. Erst nachdem die 1965 vom Kreisverband der Verfolgten des Naziregimes im Burginnenhof angebrachte Bronzetafel zum Gedenken an die Opfer des Konzentrationslagers 1973 entfernt wurde, begann durch den Anstoß der DKP Lippstadt/ Paderborn eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.
Nach heftigen Debatten im Kreistag und in der Öffentlichkeit wurde von der damaligen Mehrheitsfraktion von CDU und FDP nicht die Anbringung einer Gedenktafel, wohl aber die Einrichtung einer Dokumentationsausstellung beschlossen. Der damalige SPD-Abgeordnete Klaus Thüsing brachte daraufhin bei einer vorher nicht angemeldeten Aktion am 9. November 1977 eine Gedenktafel im Burginnenhof an. Nachdem Jugendliche diese Gedenktafel des nachts entwendet und zur Kriegsgräberstätte in Böddeken geschafft hatten, wurde dort im "Tal des Friedens" mit Billigung des Kreistags ein Mahnmal zum Gedenken an die Opfer des Krieges und der Gewaltherrschaft eingeweiht. Doch wurde Kritik an dem umfassenden Anspruch, Bombenopfer und KZ-Opfer zugleich zu ehren, sowie an dem Standort laut (auf dem Soldatenfriedhof liegen überwiegend SS-Angehörige, wenn auch meist zwangsrekrutierte junge Leute). Das von der SPD-Fraktion nachhaltig geforderte Mahnmal im Burgbereich wurde schließlich 1984 in Form einer Bronzetafel auf einem Rondell zwischen dem ehemaligen Wachgebäude und der Wewelsburg angebracht.
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