Im Dezember 1998 kamen etwa ein Dutzend Nachfahren des Levi Holländer aus aller Welt für ein paar Tage nach Hilchenbach. Anlass waren eine familiengeschichtliche Ausstellung und die Herausgabe einer Dokumentation über die Familie Holländer. Die Nachfahren kamen aus Kanada, England, Israel den Bermuda-Inseln und Deutschland.
 Nachfahren der Familie Levi Holländer beim Treffen am 6. Dezember 1998 in Hilchenbach

Siegener Zeitung vom 11. November 1998
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Ursprünglich waren die Vorfahren im 18. Jahrhundert in Hessen wohnhaft. Sie zogen aus wirtschaftlichen Gründen nach Westen, kamen über Battenberg, Elsoff und Erndtebrück nach Hilchenbach. Traditionell waren die Söhne im Metzgerhandwerk tätig. Auch die anderen vier jüdischen Familien Seligmann, Raphael und Lehmann Hony sowie Herz Stern waren Metzger bzw. Viehhändler. Sie bildeten Ende des 19. Jahrhunderts eine Untergemeinde der Synagogengemeinde Siegen. Man erwarb ein Friedhofsgelände und richtete zwei Beträume in einem der Privathäuser ein. An den hohen Feiertagen besuchten sie den Gottesdienst in Siegen. Ihre politische Einstellung war kaisertreu und national. Die Söhne meldeten sich freiwillig zur Teilnahme am Ersten Weltkrieg.
 Mitglieder der Familien Holländer und Schaefer in Hilchenbach
 Nach der Rückkehr aus dem Krieg: Julie, Ruth und Joseph Holländer, 1918
 Letztes Foto von Juli und Joseph Holländer vor der Deportation, 1942
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Mit Beginn der Zeit des Nationalsozialismus begannen die Entrechtung und Verfolgung. Sie wurden gezwungen, ihre Geschäfte zu verkaufen. Wer die Mittel und Möglichkeiten hatte, floh ins Ausland. Die alten Menschen, die nicht mehr weg konnten oder wollten, sorgten dafür, dass die Kinder Deutschland verließen. Von den rund 25 Personen jüdischen Glaubens in Hilchenbach wurde etwa die Hälfte Opfer des deutschen Terrorregimes. |