 Gedenkstätte "Landjuden an der Sieg"
| Das ca. 200 Jahre alte Fachwerkhaus in der Bergstraße kam 1917 in den Besitz der seit Beginn des 19. Jahrhunderts in Rosbach ansässigen Familie Seligmann.
Der denkmalgeschützte zweigeschossige Ständerbau diente dem letzten an der Sieg lebenden und arbeitenden jüdischen Altwarenhändler Max Seligmann und seiner Familie bis 1961, mit einigen Jahren Unterbrechung während des Holocaust, als Wohn- und Arbeitsplatz.
 Chanukkaleuchter der Familie Seligmann
| Im August 1994 wurde an diesem authentischen Ort die Gedenkstätte "Landjuden an der Sieg" als für jedermann zugängliche Dokumentation des jüdischen Lebens an der Sieg eröffnet. In einer umfangreichen Sammlung von Bild- und Textmaterial zeigt die Dauerausstellung Entstehung und Blütezeit der jüdischen Gemeinden entlang der Sieg, sowie ihre völlige Zerstörung während der Zeit des Nationalsozialismus.
 Schabbatraum der Stifterfamilie Seligmann
Träger der Einrichtung ist der Rhein-Sieg-Kreis, dadurch liegt die wissenschaftliche und personelle Betreuung der Gedenkstätte, sowie die weitere Erforschung und Aufbereitung jüdischer Geschichte im Siegraum in der Hand des Kreisarchivs. Unterstützt wird das Projekt durch den Förderverein "Gedenkstätte Landjuden an der Sieg e.V.", der sowohl die weitere Ausstattung der Gedenkstätte als auch den Ausbau der ca. 1200 Titel umfassenden Judaica-Abteilung der Wissenschaftlichen Bibliothek des Kreisarchivs fördert. |