Das Gelände des heutigen Kinder- und Jugendhilfezentrums Stephansheide in der Wahner Heide am östlichen Rande des Truppenübungsplatzes rund um den Flughafen Köln/ Bonn wurde von 1940 bis 1945 als Kriegsgefangenenlager genutzt. Zunächst waren vorwiegend französische, ab Mitte 1941 polnische Fähnriche im Lager interniert, die bis Mitte 1944 blieben. Ihnen folgten Italiener und Russen, aber auch einzelne Engländer und Amerikaner. Im Frühjahr 1945 wurden rund 1.500 Lagerinsassen befreit.
 Ehemaliges Kriegsgefangenenlager Hoffnungsthal
Der 1978 gegründete "Geschichtsverein für die Gemeinde Rösrath und Umgebung" hat im Rahmen seiner zeitgeschichtlichen Forschungen und Publikationen einen Teil der Geschichte des Lagers erarbeitet. In Zusammenarbeit mit dem Rösrather Gymnasium entstanden in Geschichts-AGs Arbeiten zur Ortsgeschichte und Anregungen zur Teilnahme an den Schülerwettbewerben zur deutschen Geschichte 1988/ 1989 und 1992/ 1993. Großen Verdienst um die Dokumentation der Lagergeschichte haben sich drei ehemalige polnische Kriegsgefangene erworben, mit denen die Mitarbeiter des Rösrather Geschichtsvereins engen Kontakt halten und die im Januar 1998 auf Betreiben des Geschichtsvereins mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurden.
 Marschal Kerlikov zu Besuch in der Gedenk-Ausstellung
 Ehemaliger polnischer Kriegsgefangener beim Besuch im ehemaligen Lager
| Die Ausstellung befindet sich in einem kleinen Nebenraum der Stephanuskirche und umfasst im wesentlichen ein nach Luftaufnahmen, Beschreibungen der Zeitzeugen und dem heutigen Bestand erstelltes Modell des gesamten Lagers im Zustand vom Juli 1943, ein Modell einer Kriegsgefangenenstube, eine Galerie von Fotos, die im wesentlichen von polnischen Kriegsgefangenen angefertigt wurden, eine lebensgroße Figur eines Kriegsgefangenen mit integriertem Lautsprecher zur Wiedergabe von Zeitzeugenberichten, die symbolische Lebensmittelration eines Kriegsgefangenen sowie Karten zum Arbeitseinsatz und Todeslisten.
Die Ausstellung wurde am 3. Oktober 1993 im Beisein des polnischen Kulturattachés eröffnet und bisher von zahlreichen Gruppen aus dem Umgebung, aber auch aus dem europäischen Ausland besucht. |