Lemgo - Frenkel-Haus
Willy Langenberg
Arbeitersportler im Widerstand
Wenn im Jahre 2000 eine erstmals vollständig recherchierte Lebensgeschichte eines kommunistischen Widerstandskämpfers in der lippischen Provinz noch nach über fünf Jahrzehnten für einige öffentliche Aufregung sorgte, so mag dies auf den ersten Blick überraschen. Dieser Umstand wird jedoch verständlicher, wenn man den Kontext betrachtet, in dem sich das öffentliche Erinnern an die NS- Zeit in Lemgo, dem Heimatort von Willy Langenberg, entwickelte. Schnell wird dann deutlich, dass sich lokale Erinnerungsarbeit nicht nur als zufällig selektiv erweisen kann, sondern vielmehr auch als Ausdruck einer mehr oder weniger bewussten kollektiven Verdrängung.

Willy Langenberg
Willy Langenberg
Freie Turnerschaft Lemgo, 1930
Freie Turnerschaft Lemgo, 1930
Bericht über den Tod Langenbergs, 1944
Bericht über den Tod Langenbergs, 1944

Die lokale Erinnerungsarbeit schlug um Willy Langenberg bis weit in die 1980er Jahre hinein einen weiten Bogen. Daran änderte sich zwischenzeitlich auch nichts, als Langenberg im März 1953 vom zuständigen Ausschuss des Amtes für Wiedergutmachung in Lemgo - Brake den offiziellen Status eines Widerstandskämpfers erhielt.

Ausführliche Darstellung zur Biographie von Willy LangenbergAusführliche Darstellung zur Biographie von Willy Langenberg   "Willy Langenberg - Gedenkveranstaltung am 17. Dezember 2000""Willy Langenberg - Gedenkveranstaltung
am 17. Dezember 2000"
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