Hemer - Gedenkstätte Stalag VI A
Ausstellung
   

Gebäude mit dem Gedenkraum am Kasernentor
Gebäude mit dem Gedenkraum
am Kasernentor
Schon bei der Errichtung des Denkmals vor dem Kasernen-eingang im Jahr 1992 versprach der damalige Kommandeur, Oberstleutnant Elbers, im hinter dem Kasernentor liegenden Gebäude einen Raum für die Präsentation von Exponaten zur Geschichte des Kriegs-gefangenenlagers vorzusehen. Sein Nachfolger, Oberstleutnant Niebecker, griff das Vorhaben auf und billigte der Dokumentation zur Geschichte des Stalag IV A den größten Raum innerhalb einer Gesamtausstellung zur Geschichte des Bundeswehrstandortes Hemer zu. Anfang 1995 beauftragte er Oberleutnant Deppe mit dem Aufbau der Ausstellung. Fotos, Kopien von Dokumenten und Exponate stellte das Stadtarchiv Hemer zur Verfügung. Weitere Einzelstücke aus Privatbesitz kamen hinzu. Am 14. April 1995 konnte der Geschichtsraum im Rahmen der Feier zum 50. Jahrestag der Befreiung des Lagers feierlich eröffnet werden.

Ausstellung
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Joseph D. Karr - im Bild ganz rechts - im Gedenkraum
Joseph D. Karr - im Bild ganz rechts
Im Jahre 1997 besuchte Joseph D. Karr aus Rochester Hills (USA) im Rahmen einer Europareise die Blücher-Kaserne und damit den Ort, an dem er 52 Jahre zuvor im April und Mai 1945 als Fotograf der US-Armee das Massenelend des Stalag VI A unmittelbar nach der Befreiung in Bildern festgehalten hatte. Seine Fotos sind heute wesentlicher und wohl eindrucksvollster Bestandteil der Dokumentation im Gedenkraum.

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der prägnantesten Dokumente zur Lagergeschichte mit Begleittexten. 1997 wurde sie um eine Vitrine mit Original-Exponaten wie u.a. Lagergeld, Bastelarbeiten von Gefangenen und Veröffentlichungen zur Lagergeschichte erweitert.

Bastelarbeit eines Kriegsgefangenen
Bastelarbeit eines Kriegsgefangenen

Der Geschichtsraum in der Kaserne ist öffentlich zugänglich - eine Anmeldung bei der Wache ist jedoch erforderlich, um den Schlüssel zu erhalten. Das ausgelegte Gästebuch bietet die Möglichkeit, persönliche Eindrücke und Empfindungen, aber auch Gestaltungs- und Verbesserungsvorschläge niederzuschreiben. Es liegt erst seit 1997 aus, doch die zahlreichen Einträge von in- und ausländischen Einzelbesuchern und Gruppen, Schulklassen und Soldaten der Kaserne dokumentieren ein reges Interesse und lassen die Notwendigkeit der Einrichtung noch einmal deutlich werden.

Gästebucheintrag
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Gästebucheintrag
Gästebucheintrag
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Gästebucheintrag

Für die nächsten Jahre ist die Vorbereitung eines Ehrenbuches mit den Namen aller im Lager verstorbenen Kriegsgefangenen vorgesehen. Die Aufstellung von bisher über 700 namentlich bekannten Toten wird dabei aufgrund neu entdeckter Archivfunde um viele tausende bisher namentlich Unbekannte ergänzt werden können.

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