Gedenkstätte Bonn
Ausstellung
   
Dauerausstellung

Die ständige Ausstellung der Gedenkstätte Bonn dokumentiert Verfolgung, Leid und Ermordung der Bonner Opfer des Nationalsozialismus. Sie zeigt die Willkür der NS-Diktatur und ihre Auswirkungen auf den Alltag, aber auch Versuche von Widerstand und organisierter Opposition in unserer Stadt.

Am 10. November 1996 wurde die erste ständige Ausstellung der Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus in der Franziskanerstraße eröffnet.

2005 ist die Ausstellung grundlegend überarbeitet und ergänzt worden, mit dem Ziel, neue historische Erkenntnisse einzuarbeiten und in eine moderne Konzeption umzusetzen.


Foyer

In der “Reichskristallnacht” erging die Anweisung, alle Synagogen im Deutschen Reich niederzubrennen. Die Bonner Synagoge wurde am 10. November 1938 in Brand gesteckt und zerstört.

Die Installation im Eingangsbereich der Gedenkstätte zeigt Fragmente der Synagoge am Rheinufer (1879-1938), die bei Ausgrabungen 1987 freigelegt wurden.


Installation im Eingangsbereich mit Fragmenten der zerstörten Synagoge


Raum 1
Einführung

Der Raum führt in die Thematik ein. Ein Foto des Bonner Friedensplatzes in den 1930er Jahren zeigt eine scheinbar heile Welt. Weitere Fotos lenken den Blick auf Bonnerinnen und Bonner, die nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten 1933 aus dem gesellschaftlichen und sozialen Leben ausgeschlossen wurden. Einige Bilder, die Orte des Terrors in Bonn und Verfolgungssituationen zeigen, verdeutlichen die Bedrohung durch die Nationalsozialisten. Eisenbahnschienen symbolisieren den Weg aus Bonn in die Konzentrationslager.

Auf einer Karte sind die Wege und Fluchtziele der Menschen aufgezeigt, die deportiert wurden oder fliehen mussten.


Blick in den ersten Ausstellungsraum


Raum 2
Dokumentation

Ausgewählte Exponate und ausführliche Texte dokumentieren anhand von Einzelbeispielen die systematische Verfolgung von Menschen und Gruppen, die in der Zeit des Nationalsozialismus ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden.

Themen:
  • Bonn zu Beginn der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
  • Politische Verfolgung
  • Zwangssterilisation und Euthanasie
  • Verfolgung der Bonner Juden
  • Sinti und Roma
  • Zwangsarbeiter
  • Vergessene Opfer
  • Helfer
  • Kirchen
  • Universität
Multimedial:
  • Hörstation “Ruth Herz”
  • Videostation Zeitzeugen

Blick in den Hauptraum


Raum 3
Gedenkraum

Die Installation aus schwarzen Holzrahmen enthält Namen und Fotos der bis jetzt bekannten Bonnerinnen und Bonner, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden oder infolge verschiedener Maßnahmen der NS-Regierung starben. Gleichfalls aufgenommen wurden Personen, die von Bonn aus in den Tod geschickt wurden.


Gedenkraum
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